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Haus der Geschichte Wittenberg

About the museum

Die Sammlung des Hauses der Geschichte wurde durch die Projektgemeinschaft Frauen, Landwirtschaft, Umwelt & Gesellschaft (PFLUG e.V.) begründet, welche im Mai 1994 im Rahmen des zweiten Arbeitsmarkts begann, in der Lutherstadt Wittenberg und Dörfern des Südflämings Geschichtsprojekte zur Alltagskultur zu realisieren. Ergebnis der Arbeit waren Ausstellungen zur mitteldeutschen Alltags-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts, wobei die Perioden der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR besondere Schwerpunkte bildeten.
Zuerst ungeplant, ab 2000 zielgerichtet wuchs dabei nicht nur die Sammlung von Interviews, Fotos und Dokumenten, sondern auch der Bestand von Objekten der Sachkultur. Auf der Grundlage einer von PFLUG e.V. erarbeiteten Systematik wird die Sammlung erfasst.
Teile der Sammlung aus den 1940er und 1950er Jahren begann der Verein 1997 im Erdgeschoss des heutigen Hauses der Geschichte in der Schlossstraße 6 auszustellen. Inzwischen geben über 20 originalgetreu gestaltete Wohn- und Lebensräume der 1920er bis 1980er Jahre einen Einblick in seine Sammeltätigkeit.
Waren es erst die befragten Zeitzeugen, die Sammlungsobjekte spendeten, sind es heute vermehrt die Besucher des Museums. Angeregt durch die in den Ausstellungen gezeigten Sachzeugen oder durch Medienbeiträge bereichern sie die alltagsgeschichtliche Sammlung.
Der Familienalltag von Kindern erschließt sich in der Ausstellung mit Spielzeug des 20. Jahrhunderts und im Kinderzimmer der 1970er und 1980er Jahre. Wie die Eltern der Kinder und ihre Großeltern lebten, können Besucher nachvollziehen, wenn sie z. B. die Wohnung von Einheimischen in der Nachkriegszeit mit dem Zimmer von so genannten "Umsiedlern" vergleichen, in dem diese zu fünft hausen mussten.
Typisch in den 1950ern ist die Ausstattung mit Nierentisch, spitzbeinigen Sesseln, Tütenlampenschirmen, Wandbehängen und Strohbildern, in den 60ern dominieren Leitermöbel, Staßfurt-Fernseher, Dederon-Gardinen.
Mit WM 66 und orangefarbenen Accessoires im Bad, Anbauwand und dreiteiliger Couchgarnitur im Wohnzimmer und mit der ausziehbaren umbauten Liege im charakteristischen Neubau-Jugendzimmer präsentieren sich die 1970er sowie mit Bücherwand, Schreibtisch und einem der ganz seltenen privaten PC die 1980er Jahre.
Authentisch eingerichtet erlebt man öffentliche Räume wie eine Tanzbar mit der wohl einzigen noch vollständig erhaltenen, selbstgebauten DDR-Discoanlage, eine Dorfkneipe und einen Konsum mit all den Dingen, die DDR-Bürger in den 1980er Jahren über und unter dem Ladentisch zu kaufen bekamen sowie einen Kindergarten.
Die Fotoausstellung zur Jugendkultur und die Ausstellung zum DDR-Design der 1970er Jahre sind weitere Facetten der Alltagskultur der SBZ/DDR. Dazu gehört auch die Exposition "Wegzeichen - Zeitzeichen. Deutsche und Russen im Alltag in einer mitteldeutschen Region 1945 - 1993", die Auskunft über ein wenig bekanntes Kapitel ostdeutscher Geschichte gibt.
Zum Haus der Geschichte gehört eine umfangreiche Sammlung zur Alltagskultur des 20. Jahrhunderts mit einem Fotoarchiv, dem Dokumentenarchiv, dem Lebensgeschichtlichen Archiv und dem Sachzeugenfundus.

Reguläre Öffnungszeiten

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General note

Für die Wintermonate des laufenden und folgenden Jahres immer vom 01.11.- 28.02. Di - So: 10:00 Uhr - 17:00 Uhr - Montags, Heiligabend & Silvester geschlossen

Current exhibitions

  • „German Horror“ Das Kriegsgefangenenlager Kleinwittenberg im Ersten Weltkrieg
    DescriptionSONDERAUSSTELLUNG „German Horror“ – Das Kriegsgefangenenlager Kleinwittenberg im Ersten Weltkrieg Im I. Weltkrieg waren über 15.000 Kriegsgefangene unterschiedlichster Nationalität im Mannschaftsgefangenenlager Kleinwittenberg interniert. Nie waren so viele Menschen aus anderen Ländern hier untergebracht wie zwischen 1914 und 1918. Das Gefangenenlager bedeutet für die einheimische Bevölkerung eine große Alteritätserfahrung, die sie allerdings meistenteils nicht als Chance des Kennenlernens begriff, sondern – in nationaler Begeisterung und im Kriegstaumel – als Triumph über die Feinde auffasste. Als nach einer Fleckfieber-Epidemie der amerikanische Botschafter das Lager besuchte, erlangte es durch zahlreiche Zeitungsartikel im Ausland und sogar durch einen amerikanischen Stummfilm traurige Berühmtheit in der internationalen Öffentlichkeit. Die Ausstellung über dieses historische Geschehen ist geeignet, einen Beitrag für eine nachhaltige Sensibilisierung für Demokratie und Frieden sowie zu einer demokratiebildenden Erinnerungskultur zu leisten.
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