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Ortsgeschichtliche Sammlung Walkenried Dauerausstellung ’Gips - mehr als weißes Pulver’ [gmw-01-geol-0001]

Modell einer Gips-Quellungshöhle

Modell einer Quellungshöhle (Ortsgeschichtliche Sammlung Walkenried CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Ortsgeschichtliche Sammlung Walkenried (CC BY-NC-SA)

Description

Bei diesem Exponat handelt es sich um das Modell einer Gips-Quellungshöhle - einer geologischen Besonderheit, die weltweit lediglich in der Harzer Gipskarstregion sowie in einigen Gegenden der USA und Kanadas ("gypsum bubbles") zu finden ist. Derartige Formationen entstehen, wenn Anhydrit - ein wasserfreies Sulfat - sich durch die allmähliche Einlagerung von Wasser in Gips verwandelt. Diese Vergipsung ist mit einer Volumenzunahme von bis zu 17% verbunden, d.h. der sich bildende Gips nimmt mehr Raum ein als das Anhydrit, aus dem er entsteht. Unter bestimmten Bedingungen (seitlicher Druck, sohlige Lagerung, geringe Klüftung) kann es passieren, dass die aufquellende Gipsschicht nach oben ausweicht. Es entsteht ein blasenartiger Hohlraum - eine Gips-Quellungshöhle bzw. Quellkuppe, wie die Geoden gelegentlich auch bezeichnet werden.

Das in der Ortsgeschichtlichen Sammlung Walkenried ausgestellte Modell von Friedrich Reinboth zeigt eine häufig auftretende Form der inneren Aufwölbung. Derartige Quellungshöhlen, die im Volksmund auch als "Zwerglöcher" bezeichnet werden, lassen sich auf dem nahe Walkenried gelegenen Sachsenstein (Forstort "Zwerglöcher"), im Höllstein sowie im Blumenberg dutzendweise auffinden.

Material / Technique

Gips

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Tags

[Last update: 2017/04/22]

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