museum-digitalsachsen-anhalt

Close

Search museums

Close

Search collections

GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung Grafiksammlung [Leihgabe Hlgh 19]

Bildnis der Esther Charlotte Brandes als Ariadne

Bildnis der Esther Charlotte Brandes (Gleimhaus Halberstadt CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Gleimhaus Halberstadt (CC BY-NC-SA)

Description

Brandes, Esther Charlotte (1742-1786), Schauspielerin. Mit ihrem Gemahl zunächst bei der Schuch’schen Truppe, seit 1768 bei der Seyler’schen Truppe, zeitweilig in Gotha und in Dresden.

Schabstich von Heinrich Sintzenich, 1781
43,5 x 28,6 cm
Leihgabe Antiquariat Harlinghausen, Osnabrück, für die Ausstellung "Anton Graff (1736-1812). Meisterporträts der Aufklärung - Original, Kopie, Druck"

Kniestück nach links in zweifacher Einfassung.
Beschr.: Esther Charlotte Brandes, geb. Koch, in der Rolle: / Ariadne Auf Naxos. / Sr. Koeniglichen Hoheit Friderich Wilhelm, / Kronprinzen von Preussen, &c. &c. &c. / unterthänigst gewidmet / von Johann Christian Brandes. // Herausgegeben von J. C. Brandes / zu Mannheim, im April, 1781.
Bez.: Graf gemalt // Gestochen von H.h Sintzenich / Churpfälz. Hofkupferstecher.

Vorlage: Kniestück nach links, die Rechte an der Stirn, als Ariadne auf Naxos, 1775, verschollen; Graff malte das Kniestück zweifach; die Exemplare in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität Köln, und im Städtischen Reiss-Museum Mannheim (2 Expl.) (Berckenhagen Nr. 111 f.) sind wohl nur Kopien.

Die Schauspielerin Esther Charlotte Brandes (1742-1786) ist als Ariadne auf Naxos dargestellt, in der Titelrolle des am 27. Januar 1775 im Schlosstheater zu Gotha uraufgeführten Stücks. Mit der Prosabearbeitung des Ariadne-Stoffes vom Gemahl der Schauspielerin, dem Schauspieler-Dichter Johann Christoph Brandes (1735-1799), und der Musik dazu von dem Gothaschen Hofkapellmeister Georg Benda (1722-1795) kam eine neue Gattung auf die deutschen Bühnen, das Melodram, eine Verbindung von rezitiertem Text und Instrumentalmusik. Das Stück und insbesondere die Hauptdarstellerin wurden gefeiert. Das Dresdener Publikum, das einen hervorragenden Porträtmaler zur Hand hatte, kam gar auf die Idee, diesem ein ganzfiguriges Rollenporträt des Bühnenstars in Auftrag zu geben. Die Kunstgeschichte gewann damit ein frühes deutsches Beispiel eines Schauspielerporträts und eine Manifestation der damaligen Bedeutung des deutschen Theaters. Die Dargestellte erhielt mit dem aufwendigen und überaus repräsentativen Gemälde am Neujahrstag 1776 eine kostbare Neujahrsgabe. 1777 wurde es mit großem Erfolg auf der Dresdner Akademieausstellung gezeigt.
Den Stich des in Mannheim tätigen Stechers Heinrich Sintzenich hatte der Gemahl der Dargestellten, Johann Christian Brandes, in Auftrag gegeben, der mit seiner Gemahlin seit 1779 wieder mit der Seyler’schen Truppe eben in Mannheim spielte. Gewidmet war die großformatige Reproduktion dem für seine Aufgeschlossenheit gegenüber den vaterländischen Künsten und eben auch dem Theater bekannten preußischen Kronprinz Friedrich Wilhelm (II.).
Der Stich Sintzenichs wurde von Daniel Berger nachgestochen.

Material/Technique

Schabstich

Measurements

435 x 286 mm (Platte)

Template creation ...
... Who:
... When
Was depicted (Actor) ...
... Who:
Printing plate produced ...
... Who:
... When

Links / Documents

Keywords

Template creation Template creation
1775
Printing plate produced Printing plate produced
1781
1774 1783

Object from: GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung

Das Gleimhaus ist eines der ältesten deutschen Literaturmuseen, eingerichtet im Jahr 1862 im ehemaligen Wohnhaus des Dichters und Sammlers Johann ...

Contact the institution

[Last update: 2019/04/27]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.