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Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Kunstmuseum Moritzburg moderne_digital Sammlung Photographie [MOSPhFi00135]

Dom, innen, südliches Seitenschiff

Dom, innen, südliches Seitenschiff (Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) (CC BY-NC-SA)

Description

Werkgruppe Magistrat:
"Die Photographien dieser größten Werkgruppe des Nachlasses von Hans Finsler entstanden mehrheitlich im Auftrag einzelner Verwaltungsbereiche des Magistrats der Stadt Halle: Jugend-, Hochbau-, Verkehrs- und Nachrichtenamt. Sie dienten neben Dokumentationszwecken in erster Linie der Selbstdarstellung des städtischen Gemeinwesens in lokalen Publikationen (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Stadtführer, Ansichtskarten) und bei Ausstellungen wie der Dresdner Hygieneausstellung von 1930.
Finslers Leistung würdigte das Verkehrs- und Nachrichtenamt: ’Herr Finsler hat es, wie die zahlreichen Aufnahmen beweisen, die in der Verkehrswerbung der Stadt Halle eine große Rolle spielen, ausgezeichnet verstanden, die Schönheit unserer Stadt dem Auge vorzuführen und den Pulsschlag unserer Wirtschaft in seinen herrlichen Aufnahmen fühlen zu lassen’ (Hallische Nachrichten, 2.2.1932)." (Bruno Thüring in: Hans Finsler, Neue Wege der Photographie, Hrsg. im Auftr. der Staatlichen Galerie Moritzburg, Halle von Göltz, Klaus E.; Immisch, Theo; Romanus, Peter; Wendelberger, Axel, Leipzig 1991, S. 198)

Zu diesem Foto:
Die Kirche war ursprünglich eine vom Bettelorden der Dominikaner 1271 gegründete und um 1330 vollendete Klosterkirche St. Paul zum heiligen Kreuz. Ihren Regeln gemäß verzichteten die Mönche bei ihrer schlichten, dreischiffigen Hallenkirche auf Turm und Querhaus.
Ab etwa 1520 ließ der Magdeburger Erzbischof Kardinal Albrecht von Brandenburg die Kirche durch die Bauhütte Bastian Binder äußerlich umgestalten (Giebelkranz vor dem Dach) und schließlich 1523 als Stiftskirche des Magdeburger Erzbistums neu weihen. Wohl schon seitdem wurde die Kirche, zunächst nur im Volksmund, "Dom" genannt. Albrecht, der um seinen Seelenfrieden im Himmel fürchtete, sammelte bis zu 20.000 Reliquien. Dieser kostbare Schatz (heute nicht mehr vorhanden) wurde als sogenanntes Hallesches Heilthum bekannt und der damit mittelbar im Zusammenhang stehende Ablasshandel zum Auslöser der Reformation. Eine heute kaum noch vorstellbare prächtige Innenausstattung schufen ab 1523 unter anderen Matthias Grünewald, Lukas Cranach d. Ä. (die Altäre) und Peter Schro (Pfeilerfiguren). Durch alle diese Veränderungen der alten Klosterkirche entstand ein Gesamtkunstwerk im Stile der Spätgotik und Frührenaissance. Der rundgiebelige Dom war damals eines der bedeutendsten Sakralbauwerke in Mitteldeutschland. Als Gegner Luthers sah sich Kardinal Albrecht 1541 gezwungen, Halle und das Kernland der Reformation zu verlassen. Die beweglichen Ausstattungsstücke ließ er nach Aschaffenburg transportieren, wo sie sich bis heute befinden.
Seine weltlichen Nachfolger in der Regierung des ehemaligen Bistums nutzten die Kirche als Hof- und Schlosskirche. Der letzte dieser Administratoren, Herzog August von Sachsen-Weißenfels, gab dem Dom ab Mitte des 17. Jahrhunderts mit Emporen und großem Schaualtar ein frühbarockes Aussehen. Nach 1680 wies der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg das nun ihm gehörende Gotteshaus den Evangelisch-Reformierten für unbegrenzte Zeit als Gemeindekirche zu. Bei ihnen war 1702/1703 der junge Georg Friedrich Händel als Organist auf ein Jahr zur Probe angestellt.
1851 ersetzte die Gemeinde die Orgel der Barockzeit durch ein neues Instrument der Firma Friedrich Wilhelm und August Ferdinand Wäldner. 1883 bis 1896 wurde der Innenraum in der damals üblichen Art einer Regotisierung erneuert. 1957 bis 1959 nahm das Institut für Denkmalpflege im Zeichen großer Materialknappheit eine Renovierung von Außenmauern und Innenraum vor. 1996 begann die Domstiftung Sachsen-Anhalt im Auftrag des Landes, Kirche und angrenzende Gebäude von Grund auf zu sanieren. Diese Arbeiten an der Bausubstanz waren 2005 im Wesentlichen abgeschlossen.

Material / Technique

Silbergelatine

Measurements ...

228 x 148 mm

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Tags

[Last update: 2017/04/22]

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