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Museum Wolmirstedt Archivalien [A_530.01]

Feldpostbrief von Bertha und Kurt Gremler an Sohn und Bruder Emil Gremler vom 10. August 1915

Feldpostbrief von Bertha und Kurt Gremler an Sohn und Bruder Emil Gremler (im Felde) vom 10.08.1915 - Seite 1 (Museum Wolmirstedt RR-F)
Provenance/Rights: Museum Wolmirstedt (RR-F)

Description

Papier im A4-Format, mittig zu A5-Format gefaltet und in selbigem Hochformat handschriftlich allseitig mit schwarzer Tinte beschrieben.
Text: Seite 1: "Jastrow d. 10.8.15. // Mein lieber guter Emil! // Hoffentlich hast Du endlich unser an // Dich gesandten Pakete u. Briefe erhalten, // sieben Pakete sind schon vor längerer Zeit // an Dich gesand, heute gehen weitere vier // fort, also mithin sind 11 Pakete von uns // unterwegs, auch Krausens haben Dir Cigarren // geschickt, hast Du dieselben auch nicht erhalten? // Schreib doch recht bald wie es Dir geht, ob // Du den Verhältnissen nach Dich einigermaßen // wohl fühlst, wir sind recht in Sorge da // wir so lange nichts von Dir gehört und // Ihr jetzt wohl viele Strapatzen durchzumachen // habt, wollen den lieben Gott bitten, daß er // Dich in seinen Schutz nimmt u. Dich uns erhält. // Hermann Krause ist neulich Gefreiter geworden u. Gefechtsordonanz ist aber ein paar Tage"
Seite 2: "darauf am rechten Arm verwundet u. liegt // jetzt in Hirschlag in Schlesien im Lazareth. // Bruno liegt in Tilsit auch im Lazareth, // hat einen Lanzenstich durch die Backe u. // Unterkiefer erhalten u. schwer verwundet, // bis jetzt haben wir noch keine Nachricht wieder // erhalten. Bertha Leue hat am 7. d. M. Hochzeit mit Brandenburger gehabt, Krausens waren // eingeladen, natürlich schreibt Tante Emma uns // die Zeit sei nicht zum Feste zu feiern; wir // wußten von nichts. Von Frl. Schucht[?] hatten // wir neulich auch einen Brief es. sind in // ihrer Familie schon manche gefallen unter // andern auch Liesel Schuchts Bräutigam in dr. // am Gymnasium. Treffes aus Magdeburg wollten // auch gern Deine Adresse haben schreib doch // mal eine Karte, sie wollten Dir auch ein // Paket senden, wir sind noch nicht dazu gekommen."
Seite 3: "Am ersten August dem Jahrestag der Mobilmachung // ist in unsern Park auf Veranlassung Kots u. // Vaters ein Gedenkstein errichtet mit der Inschrift // Gott mit uns. Es waren die Herren vom Dienstverein[?] u. vom Magestrat mit ihren Damen eingeladen. // Kurt hat eine selbst ausgearbeitete sehr schöne Rede ge- // halten u. waren die Herrn alle des Lobes voll // u. hat Kurt dadurch sich sehr gut eingeführt. // Über die Einnahmen Warschaus haben wir uns // recht gefreut es geht doch Schritt vor Schritt // vorwärts u. mag doch bald die Zeit eines // ehrenvollen Friedens kommen. Von // Birnbaum haben wir Deine Sachen noch // nicht erhalten, schreibe uns doch den Namen // von dem Kameraden, dann können wir // doch mal anfragen. Vater fühlt sich am // wohlsten im Wäldchen u. läßt alles // dort hübsch machen, er wird Dir nächstens"
Seite 4: "auch einen Brief schreiben für heute lässt // er dich recht herzlich grüßen. Da Kurt // noch ein paar Worte schreiben will muß ich // Schluß machen. Möge der liebe Gott Dich fernerhin // beschützen u. sei herzlich gegrüßt von Deiner // Dich herzlich liebenden Mutter.". Darunter andere Handschrift mit schwarzer Tinte - Anmerkung des Bruders Kurt an Emil: "Da Mutter Dir alle Neuigkeiten geschrieben, weiss // ich nichts mehr zu schreiben. In einem so grossen // Hause, wie dieses hier, gibt es immer Arbeit. Allein // was haben Vater und ich nur Neues und Besseres // gemacht, so dass alle Leute sagen, so schön hätte // das Waisenhaus noch nie ausgesehen. Nimm daher // für heute einen recht herzlichen Gruss. Gott behüte Dich // ferner. Dein Bruder // Kurt".

Material/Technique

Papier, Tinte / Handschrift, Stempelabdruck

Measurements

L: 22 cm x B: 14 cm

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German Reich
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Object from: Museum Wolmirstedt

Das Wolmirstedter Museum wurde 1927 gegründet und befindet sich seit 1981 in einer teilweise ausgebauten Bruchsteinscheune auf der Schlossdomäne, ...

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