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Winckelmann-Museum Stendal Grafik des Jugendstils, der Moderne, Kunst des 20. Jahrhunderts Sammlungskabinett Rudolph Grosse [WM-VI-b-b-101]

Edward Munch: Knabenbildnis Andreas Schwarz

Knabenbildnis Andreas Schwarz (Winckelmann-Museum Stendal CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Winckelmann-Museum Stendal (CC BY-NC-SA)

Description

Abgebildet ist der Kopf eines kleinen Jungen. Er hat ein schmales Gesicht mit kleinem, spitzem Kinn und einen relativ hohen Stirnschädel. Die Nase und die Augenpartie sind mit wenigen Strichen angedeutet; betont sind hingegen die Augäpfel und der kleine, geschwungene Mund, die dem Jungen ein waches, freundliches Antlitz verleihen. Seine Haare sind kurz und nach vorn gekämmt. Er trägt einen Pony.

Ab 1902 wandte sich Edvard Munch verstärkt der Porträtkunst zu. So gilt z.B. sein Gruppenporträt „Die vier Söhne des Dr. Max Linde (1903, Museum Behnhaus, Lübeck)“ als ein Hauptwerk der modernen Porträtmalerei. In dieser Zeit arbeitete er erfolgreich in Deutschland. 1906 entstand das hier vorliegende Bildnis des Knaben Andreas Schwarz. Geradezu als weibliches Pendant könnte man das Mädchenporträt „Herbert Esches Tochter“ daneben stellen, das Munch ein Jahr zuvor ebenfalls als Kaltnadelradierung schuf. Die damals erst zweijährige Erdmute war die Tochter des Chemnitzer Textilunternehmerehepaares Esche, das den Künstler mit einer Reihe von Familienporträts beauftragte. Beiden Kinderbildnissen ist die feinsinnige Erfassung der kindlichen Gesichtszüge durch eine reduzierte, doch sensible wie gleichsam souveräne Strichführung gemeinsam. Das Porträt des Andreas Schwarz wurde im Berliner Verlag Bruno Cassirer als Originaldruck veröffentlicht, so beispielsweise 1922 in dem Kunstbuch von Curt Glaser „Die Graphik der Neuzeit. Vom Anfang des XIX. Jahrhunderts bis zur Gegenwart“.

Sign. u.r.: Edu. Munch
u.l.: IX

Material/Technique

Radierung, Kaltnadel, chamoisfarbenes Velin-Papier

Measurements

Platte: 27,6 x 21,8 cm; Blatt: 43,7x 30,2 cm

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Literature

Keywords

Object from: Winckelmann-Museum Stendal

Das Winckelmann-Museum wird seit 2000 von der Winckelmann-Gesellschaft getragen. Die Winckelmann-Gesellschaft geht auf eine kontinuierliche Pflege ...

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