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Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Sammlung Plastik moderne_digital [MOIII00542]

Kassandra (Büste)

Kassandra (Büste) (Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) / www.photomultiple.com (CC BY-NC-SA)

Description

Die Bronzebüste geht zurück auf eine Dreiviertelfigur aus verschiedenen farbigen Steinen (heute im Museum der Bildenden Künste Leipzig), die Klinger 1886 schuf. Dargestellt ist die Seherin Kassandra, nach der Ilias von Homer die Tochter des Königs Priamos von Troja. Sie wird von dem Gott Apollon geliebt, der ihr die Gabe verleiht, die Zukunft vorauszusehen. Da sie das Liebeswerben des Gottes verschmäht, belegt er sie mit dem Fluch, dass ihren Prophezeiungen kein Glaube geschenkt werden wird. Nach dem Brand von Troja wird sie vom König und Heerführer der Griechen Menelaos in die Sklaverei geführt.

Klinger, einer der bedeutendten deutschen Vertreter des Symbolismus, suchte mit der Verwendung verschiedenfarbiger Steine sowohl den Eindruck antiker Farbigkeit aufzurufen als auch den Ausdruck der Figur zu steigern. Besonders die in Bernstein eingelegten Augen der Steinfigur vertiefen das literarische Moment der der Tragik der ungehörten Seherin.
Von der Figur wurden sowohl farbige Stein- als auch Bronze-Büsten in mehreren Varianten hergestellt.
In dieser Ausführung sind die Hautpartien in einer ateas rötlicheren Farbigkeit patiniert und damit vom Haar und Gewand abgesetzt, der Ausdruck der Augen lediglich durch ihre dunkle Vertiefung erzeugt.

Signatur: M. Klinger (links am Sockel)

Marke: Aktien-Gesellschaft-Gladenbeck Berlin-Friedrichshagen (hinten am Sockel)

Material/Technique

Bronze

Measurements

H: 44 cm (ohne Sockel)

Created ...
... Who:
... When

Relation to people

Relation to places

Literature

Links / Documents

Keywords

Object from: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Seit 1904 ist in der Moritzburg das hallesche Kunstmuseum untergebracht, zunächst nur mit seinen kunsthandwerklichen Beständen, ab 1921 auch mit ...

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