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Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Grafische Sammlung moderne_digital [MOIIG08442k4]

Aus einem neuzeitlichen Totentanz, Illustration für die Zeitschrift "Der Bildermann. Steinzeichnungen für’s deutsche Volk." herausgegeben von Paul Cassirer, 1916 (Heft 11, 5. September, S. 5)

Aus einem neuzeitlichen Totentanz, Illustration für die Zeitschrift "Der Bildermann. Steinzeichnungen für’s deutsche Volk." herausgegeben von Paul Cas (Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) (CC BY-NC-SA)

Description

Die Lithografie "Aus einem neuzeitlichen Totentanz" erschien im September 1916 in der pazifistischen Zeitschrift "Der Bildermann". Der Verleger und Galerist Paul Cassirer machte zum Kriegsausbruch selbst Erfahrungen im Kriegsdienst und Lazarett, die zu seiner kriegsfeindlichen Gesinnung beitrugen.
Ernst Barlach greift in dieser Druckgrafik das Traditionsmotiv des Totentanzes wieder auf. Als eine Kunstform die Bild und Text miteinander verbindet erlangte die Thematik des Totentanzes bereits im ausgehenden Mittelalter an großer Bekanntheit. Mit Erfahrungen der beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert erlebte das Totentanzmotiv eine Renaissance. Die klassische Auslegung des Gegenstandes verbildlichte mehrere menschliche Gestalten aus der damaligen Ständeordnung, die von tanzenden oder springenden Skeletten als Personifikation des Todes umringt werden. Über die Jahrhunderte veränderte sich die Komposition und Auslegung des Themas, aber die warnende Intention und die Grundaussage, dass der Tod keine Unterschiede zwischen Alter, Geschlecht und Stand macht, ist erhalten geblieben. Barlach lässt in seiner Lithografie die Gestalt des Todes als einen dämonischen Riesen erscheinen, der mit erhobenen Armen einen Schmiedehammer über die sterblichen Überreste der Menschen rasen lässt und auch die letzten Knochen zertrümmert. Als Zeichen der abgelaufenen Lebenszeit liegen Sense und Sanduhr nebeneinander auf dem Boden. Die Krähen als unheilvolle Botschafter begleiten den Tod bei seiner Machenschaft und verdüstern verstärkt die Szenerie. Wie in dem Gedicht "Der Krieg" von Georg Heym aus dem Jahr 1911 verbildlicht Barlach den Krieg als große unbekannte Gestalt, die ihren Schrecken während der Dämmerung verbreitet.
Zu der Lithografie "Aus einem neuzeitlichen Totentanz" existiert eine Vorzeichnung als Dauerleihgabe der Flechtheim Nachkommen im Museum Ludwig Köln.

Material/Technique

Lithografie

Measurements

Bildgröße 295 x 207 mm/ Blattmaß 352 x 278 mm

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Literature

Keywords

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1916
Printed Printed
1916
1915 1918

Object from: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Seit 1904 ist in der Moritzburg das hallesche Kunstmuseum untergebracht, zunächst nur mit seinen kunsthandwerklichen Beständen, ab 1921 auch mit ...

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