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Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Grafische Sammlung [MOIIF00263]

WEHR MŮTTER WEHR: DER HAN WILL MIR ÜBERS NEST.

WEHR MŮTTER WEHR: DER HAN WILL MIR ÜBERS NEST. (Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) (CC BY-NC-SA)

Description

Die seitenverkehrte und modifizierte Variante des Flugblattes Le conquerant pour nicher son cocq (I,101 Harms) schildert eine erfolgreiche Liebeswerbung eines jungen Mannes. Eine Frau hat ihr Bein, dass unter den zurückgeschlagenen Röcken herausblickt, auf einen Korb gestellt, der mit Eiern gefüllt ist. Sie hält ein Puppengesicht und einen Kranz in die Höhe. Der heraneilende Mann, der einen flügelschlagenden Hahn auf dem Arm hält, deckt diesen Korb auf. Auf der linken Seite steht hinter einem Baum eine alte Frau, die den Strick des Hahnes durchschneidet. Im rechten Hintergrund ist ein Haus mit einer Liebesszene dargestellt.
Die direkte Erotik wird durch den Vergleich mit dem Hahn methaporisch verschlüsselt. Der Korb wird durch die eindeutige Haltung dem Sexualbereich der begehrten Frau zugeschrieben. Die Liebesszene im Hintergrund verdeutlicht die erfolgreiche Umwerbung der Frau durch den Mann.
Im 16. und auch 17. Jahrhundert war die sexuelle Bedeutung des Nestes und des Hahnes allgemein bekannt. Die bereits im Korb befindlichen Eier weisen hier eventuell auf frühere Liebhaber und insbesondere der kleine Kopf, der aus einem der Eier blickt könnte auf eine etwaige Schwangerschaft der Frau hindeuten.
Die Verse unter der Darstellung sind in zwei Spalten eingeteilt, links äußert sich der Mann, rechts die Frau.

Signatur: unsigniert

Bezeichnung: AcH fecit (u. l. in der Darstellung)

Material/Technique

Kupferstich; Text, gestochen in zwei Spalten

Measurements

183 x 221 mm (Blattmaß)

Created ...
... Who:
... When [About]

Literature

Keywords

Object from: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Seit 1904 ist in der Moritzburg das hallesche Kunstmuseum untergebracht, zunächst nur mit seinen kunsthandwerklichen Beständen, ab 1921 auch mit ...

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