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Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Grafische Sammlung [MOIIF00075]

Der Nasen Schleiffer Bin Ich genandt: Allen Nasüten Woll bekandt.

Der Nasen Schleiffer Bin Ich genandt: Allen Nasüten Woll bekandt. (Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) (CC BY-NC-SA)

Description

Der Kupferstich zeigt, wie einem gefesselten Mann an einem riesigen Schleifstein die übergroße Nase geschliffen wird. Während ein Gehilfe den Schleifstein dreht, hält der Meister den Kopf des Mannes an den Stein. Darüber hockt ein "Jungen hübsch und ran" mit herunter gelassener Hose und entleert sich auf den Schleifstein, um dem Vorgang das Kühlmittel zuzufügen. An einem zweiten Schleifstein werden die abgeschliffenen Nasen "balliert" und an eine Stange mit bereits polierten Nasen gehängt. Diese Prozedur wird von einem weiteren Mann beobachtet, der mit einem Dreschflegel in den Händen an einem Baum lehnt.
Dieses groteske und satirische Flugblatt des Nasenschleifers, dessen bildliche Vorlage auf die Darstellung des Scherenschleifens verweist, thematisiert die übersteigerte Neugier als Fehlverhalten im gesellschaftlichen Gefüge der Frühen Neuzeit. Von dem Sprichwort ausgehend, man solle seine Nase nicht in fremde Angelegenheiten stecken, wird in der letzten Strophe des darunter abgebildeten Verses der Rat an den Betrachter gegeben, seine Nase nicht in "all Dreck" zu stecken, sonst muss er des "Jungen Wassers lecken". Die Konsequenz wird hier recht drastisch illustriert. Der Überführte hatte seine Nase offenbar schon in fremde Angelegenheiten gesteckt und muss sich nun einer Nasenschleifung unterziehen, bei der er auch den fremden "Dreck" zu spüren bekommt.

Signatur: unsigniert

Wasserzeichen: Pause vorhanden

Material/Technique

Kupferstich; Text, gestochen

Measurements

325 x 231 mm (Blattmaß, Montierung auf dünnem Karton)

Created ...
... When [About]

Literature

Keywords

Object from: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Seit 1904 ist in der Moritzburg das hallesche Kunstmuseum untergebracht, zunächst nur mit seinen kunsthandwerklichen Beständen, ab 1921 auch mit ...

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