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Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Grafische Sammlung [MOIIF00271]

Alhie der hund im haffen ist mein weib ein andere liebt und küst viel Schandt und Spott hab ich mit hohn und muß die hörner tragen dauon.

Alhie der hund im haffen ist mein weib ein andere liebt und küst viel Schandt und Spott hab ich mit hohn und muß die hörner tragen dauon. (Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) (CC BY-NC-SA)

Description

Das Flugblatt thematisiert den gehörnten Mann, der von seiner Ehefrau betrogen wird. In einer Küche steht ein Mann mit angebundenen Hörnern. Er greift sich mit seiner linken Hand an den Kopf und schaut den Betrachter an. Auf der linken Seite im Vordergrund sitzt eine Eule, rechts säuft ein Hund aus einem Topf. Dahinter liegt heruntergefallenes Geschirr auf dem Boden. Im Hintergrund gibt die offene Tür Einblick in eine Kammer, wo sich gerade die Ehefrau mit ihrem Liebhaber vergnügt. Unter der Darstellung steht in zwei Spalten ein französischer und ein deutscher Text, der den Ehemann als Gehörnten verspottet.
Die Hörner sind ein allgemein bekanntes Symbol des Betrogenen. Sie werden auf die Legende des Minotauros zurückgeführt. Da sein Vater Minos den Meeresgott Poseidon hinterging und einen weißen Stier, den dieser ihm sandte, nicht opferte, veranlasste Poseidon die Mutter, sich in diesen Stier zu verlieben. Sie gebar daraufhin Minotauros, der halb Mensch, halb Stier war und Symbol für die Untreue der Mutter wurde.
Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit verwendete man auch den Begriff des "Hahnrei" für den gehörnten Ehemann, dessen Frau fremdgegangen ist.

Signatur: unsigniert

Material/Technique

Kupferstich; Text, gestochen und graviert

Measurements

274 x 203 mm (Blattmaß)

Created ...
... When [About]

Literature

Keywords

Object from: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Seit 1904 ist in der Moritzburg das hallesche Kunstmuseum untergebracht, zunächst nur mit seinen kunsthandwerklichen Beständen, ab 1921 auch mit ...

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