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Museum Wolmirstedt Archivalien [A_3040.16]

Glückwunschbrief zum Geburtstag an Ingeborg Range, 14. März 1948

Glückwunschbrief zum Geburtstag an Ingeborg Range, 14. März 1948 (Museum Wolmirstedt RR-F)
Provenance/Rights: Museum Wolmirstedt (RR-F)

Description

Zwei handschriftlich mit blauer Tinte verfasste Briefe an Ingeborg Range von Margot und ihrer Mutter Erna.
Brief 1: Oben links schwarzer Vordruck eines Blümchens und der Buchstabe "M", die Blume wurde coloriert. Text: "Grumbach, 14.3.48 // Mein einzig geliebtes Ingeherz! Zunächst nimm meine herzlichsten // Glückwünsche zu Deinem Geburtstag entgegen, // möge Dir das neue Lebensjahr viel Freude u. // vor allem Gesundheit schenken. Gleichzeitig // möcht ich Dir und Deinem Theoderich, (pardon) // Theo, alles Glück der Erde zu eurer Verlobung // wünschen. Habt Euch recht lieb u. werdet // von Herzen froh u. glücklich, dann wird`s // schon schief gehen. Was soll ich viel reden, // Liebes, du weisst, dass ich es sehr gut mit // Dir meine. Dein Geburtstagsgeschenk, // liebes Ingeherz, haben wir leider nicht zu // Zeit bekommen, es wird noch etwas dauern // damit. Doch Du bekommst es bestimmt, // es ist ein silbernes Armband, damit du Be- // scheid weisst. Herzlich danke ich Dir // auch für Deinen lieben Brief. Schon von // Rena hatte ich vorher erfahren, dass Ihr // nicht zur Hochzeit kommen könnt. Das ist // ja sehr schade, aber im Stillen hoffe ich doch // auf Euer Kommen, denn Du schreibst es // ja selbst, dass es vielleicht noch möglich sein /// wird. Ich brauch`Dich doch zum Kämmen, // da ich mir am 24. Dauerwellen machen // lasse. So wie jetzt, à la Zarah Leander darf // ich doch nicht rumrennen. Allerdings ist // u. bleibt es uns ein Rätsel, wo wir die Gäste // unterbringen sollen, wir bekommen hier // fast keine Zimmer. Franz u. ich haben auch // noch keine Bleibe. Doch wenn sie alle da // sind, wir auch Rat werden. Es klappt // überhaupt nichts. Zunächst mal darf das // Aufgebot nicht bestellt werden ohne Franz. // Jetzt habe ich ihm gestern ein Telegramm // schicken müssen, dass er sofort kommt, oder // spätestens am 20.3. hier ist, um gleich hierzu- // bleiben, da es ja 7 Tage aushängen muss. Dann // wird er aber gleich nach der Hochzeit fort // müssen, denn solange kriegt er keinen Ur- // laub, das ist auch bitter. Ich weiss jetzt nicht, // was er machen wird. Weisse Schuhe bekommen // ich auch keine. Ob ich Blumen bekomme, ist // auch noch sehr fraglich, denn die kann Franz // leider nicht mitbringen. Hier u. in nächster // Umgebung gibt’s keine, ich verlasse mich da // auf Marianne Rickert, die vielleicht welche in // Rottweil bekommt. Ich sage vielleicht. // Ebenso ist es in Schwebe, ob ich Kranz u. // Schleier geliehen bekomme, also ich bin schon /// ganz durchgedreht, weil nichts klappt. Jetzt // bete ich schon täglich um schönes Wetter, denn // so wie es jetzt ist, wäre es doch gerade recht. // Dann könnten sich die Gäste doch mal auslüften // u. die jungen Paare die Wälder inspizieren. // Du weisst doch, die Wälder Grumbachs sind // schön. Aber ich bin ja in allem so ein Pechvogel, // ich freue mich auf nchts. Dazu ist dann // noch immer Zeit. Die Grumbacher kommen // uns mit nichts entgegen, sie erschweren uns // höchstens alles, was braucht ein Flüchtling // Hochzeit zu feier, dazu noch so viel Gäste ein- // laden, sagen die sich. Die wollen uns einfach // nicht verstehen u. das verbittert sehr. Aber // wir werden doch feiern, den zum Trotz, da // können sie Kopf stehen. - // Übrigens tausend Dank für die Fauster // u. das Papier. Die Handschuhe passen ihm // bestimmt schon nächstes Jahr, denn er hat doch // so kugelrunde Patschen. Doch Du solltest // bald an Dich denken, so etwas kommt schneller // als man denkt. Briefpapier hat mir Franz // wieder etwas geschickt, ist es nicht enorm? - // Gestern bin ich mit Berzau wieder hamstern // gefahren, schon zum 2. Mal. Wir haben // aber keinen Erfolg gehabt, beim 1. Mal doch noch /// aber gestern war ganz der Rat aus. Erst ein Ende // mit dem Zug gefahren, dann sind wir im ganzen über 20 km gelaufen u. dazu noch in den // Häusern vergeblich gebettelt. Nein, vorläufig // fahre ich nicht mehr, es hat mir gereicht. // Heute vormittag war ich mit Ilse zur Kirche, // da heute hier Einsegnung war. Jetzt gehen wir // gleich zu Beraus Zu Kaffee u. abends geht’s // nach Unterreichenbach ins Theater "Der Raub // der Sabinnerinnen". Ich habe hier in letzter // Zeit 4 nette Filme gesehen, die ich alle noch nicht // kannte.. Träumerei, Clarissa, Rätsel um Beate und Die goldenen Fessel". - // Sag mal Liebes, hat Theo nicht viel Geschwister? // Mir ist nämlich so. Falls Du fährst, wünsche // ich Dir viel Glück bei Deinen Schwiegereltern, // hoffentlich sind sie in Ordnung. Ich habe // Gott sei Dank oder leider keine, u. Franzens // Schwestern sind ja nett, besonders Friedel. Frau // Werner ist ja etwas mit Vorsicht zu geniessen, // aber es wird schon gehen. Ausgerechnet wohne // ich nachher mit ihr ziemlich nah beieinander. // So, mein Geliebtes, jetzt Schluss für heute. Noch- // mals alles, alles Gute u. Euch allen ein // frohes Osterfest. Doch Dir u. Theo sage ich // hoffentlich "Auf Wiedersehen." // Herzlichste Grüße u. liebe Küsse // von Deinem Mottchen. // Grüsse alle, besonders Theo von mir.".
Brief 2: "Oben links schwarzer Vordruck eines Blümchens und der Buchstabe "F", die Blume wurde coloriert. Text: "Liebe Inge! // zu Deinem Geburtstage meine herzlichsten // Glückwünsche. Bleib schön gesund. Vor allem mögen // Deine stillen Wünsche u Hoffnungen in Erfüllung // gehen. Zu gleicher Zeit wirst Du ja auch Braut, da // gehst du einer glücklichen Zeit entgegen. Dazu // nimm auch gleich die innigsten Wünsche für // Deine Zukunft entgegen. Werde glücklich u zu- // frieden mit Deinem Theo. Das geht jetzt dierekt // mit Volldampf, da will sich wohl einer vom andern // nicht mehr lassen. Wie ich hörte, bekommst Du // einen schönen stattlichen Mann. Hoffentlich hat er auch // ein gutes Herz, welches ausschlaggebend ist. // Dein Geburtstagsgeschenk, wie auch schon M. schreibt, // erhälst Du nachträglich, es klappt eben heute nicht // alles. Alles was sich zu Margots Hochzeit entgegen- // stellt, hörst Du schon von M. Mir ist schon alles // so verleidet, daß ich keine Freude mehr aufbringen // kann. Das wird Deine Mutti auch noch alles erfahren. // Nun sei Du, sowie Dein Theo u Deine Eltern // recht herzlich gegrüßt von Deunter Tante Erna // Deiner Mutti danke ich herzlich für den Brief. // Beantworte ihn nach Ostern. // Gleichzeitig ein // gesundes, frohes osterfest Euch Allen.".

Material/Technique

Papier, Tinte, Buntstift / Druck, Handschrift, Zeichnung

Measurements

L: 21,2 cm x B: 15 cm

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Bad Bevensen
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[Relationship to location]
Rottweil
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Written Written
1948
Received Received
1948
1947 1950

Object from: Museum Wolmirstedt

Das Wolmirstedter Museum wurde 1927 gegründet und befindet sich seit 1981 in einer teilweise ausgebauten Bruchsteinscheune auf der Schlossdomäne, ...

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