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Museum Schloss Bernburg Nachlass Carl Raphael Reinhard [VIb:15:1af]

Seite 32

Seite 30 (Museum Schloss Bernburg CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Museum Schloss Bernburg (CC BY-NC-SA)

Description

Text zu Gesteinsarten
kein Motiv
o.O.
Notizen:
Die Benediktinerabtei Alpirsbach am nördlichen Quellstrang der Kinzig bei Freudenstadt in Würtenberg. Eine große dreischiffige Säulenbasilika mit Vorhalle Querschiff und drei halbrunden jetzt gotisch veränderten Chören im Osten. Eine Stiftung der Hohenzollern (vom Fürsten des Schwarzwaldes)

Der Thüringer Wald. Von Nordwesten nach Südosten streichende Kette zerfällt in zwei große Hälften, in eine südwestliche, eines massiven Gebirges mit breitem Rückenplateau, vorwiegend aus Thon und Schiefer und Grauwacke bestehend, und in eine nordwestliche Hälfte, eine schmal Längsgebirgskette aus Glimmerschiefer, Gneis und den Gliedern? der Steinkohle aus permischen Formation zusammengesetzt. Die Grenze zwischen diesen beiden Hälften bildet ein glimmerführender Melaphyr- und Prophyrit-Zug von Ilmenau am nördlichen Rand bis in die Gegend von Schleusingen am südlichen Rand hinziehend. Ein Riff der Zechsteinformation von Eisenach über Ilmenau, Saalfeld, Pössnek bis nach Gera bildet einen nördlich liegenden Wall um die beiden Hälften. Der südöstlich von dem Porphyrit- Melaphyrwall gelegene Gebirgsteil ist der Frankenwald, der nordwestlich von demselben, sich ausstreckende der eigentliche Thüringer Wald. Die breiten Gehänge des Thüringer Waldes werden von den Gliedern der Triasgruppe umgeben, und zwar so daß an seinen nördlichen Fuß die vorherrschend aus Muschelkalk und Keuper bestehenden Stufenplateaus des Thüringer Terrassenlandes, an seinem südlichen Fuß aber die aus dem Buntsandstein gebildeten, wellenförmigen Hügelplateaus des Werratals sich ausbreiten.
In seinem Querdurchschnitt drei neben einander hinziehende Landeszonen
1. eine nördliche Vorlandszone die vorherrschend aus den Gliedern des Muschelkalks, Keupers und Kies besteht und nur in unmittelbarer Nähe des Gebirges den Bundsandstein zeigt
2. die eigentliche Gebirgszone, welche durch die Hörsel und Werra von den vorgenannten getrennt wird und aus Gneis, Glimmerschiefer, Steinkohlengebilde, Rotliegenden und Zechstein zusammengesetzt ist
3. eine südliche Vorlandszone, die durch das Tal der Werra, der Suhl und Elna geschieden und vorherrschend aus den Gliedern der Bundsandsteinformation gebildet wird.
In der Umgebung von Eisenach ist der Rotliegende am wenigsten entwickelt. Eine schöne Zechsteinformation bei Eppichnellen und der Basaltdurchbruch an der Stoffelskuppe mit seinen in Basaltjaspis umgewandelte Sandsteinsäulen?.
Am Ringberg Glimmerschiefer, Gneiß, Porphyr und Hornblendgestein, bei Kittelsthal Gips mit Dolomitspat und Specksteinknollen.
Bei Reinhardsbrunn in der Mariengrotte prachtvoll kristallisierte Gipsspat (Frauenglas).
Im Lauchagrund dichter Melaphyr, Melaphyrmandelstein, Porphyr mit großen Feldsteinkristallen und Hornsteinporohyr (am Thorstein).
Am südöstlichen Teil oder am Franckenwald die silurische oder devonische Grauwacke-Thon-Schieferformation, vom Ostrande bei Saalfeld die erzreiche Zechsteinformation mit schönen Kupfererzen am Südrand die Steinkohlenformation. Besuchenswert die Schieferbrüche von Lehesten und Krouach.
Auf dem Rücken des eigentlichen Thüringer Waldes Felsitporphyre (regenerierte? Feldspatkristalle und Porphyrkugeln am Schneekopf und Beerberg) Porphyrtuffe (vom Schneekopf bis Oberhof, dann Kohlensandsteine und graue Schieferthone der zum Rotliegenden gehörende Steinkohlenformation bis zum Inselsberg hin, an welchem wieder Porphyr auftritt.
Am Südabhang in der Umgebung von Zella und Suhl prächtige Syenitgranite und Melaphyr.
Bemerkung: keine Seitenzahl, reine Textseite, Quelle für Notizen: Schmidt, G (Hrsg.): Thüringen: praktisches Reisehandbuch. 12. Aufl.,Berlin 1883. S. 11-13.

Material/Technique

Bleistift auf Papier

Measurements

24,5 x 17,3 cm

Was used ...
... Who:
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Object from: Museum Schloss Bernburg

Die Wurzeln des 1893 gegründeten Museums in Bernburg liegen schon mehr als 130 Jahre zurück. Bereits 1877 gründete sich der "Verein für die ...

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[Last update: 2019/07/01]

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