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Stiftung Händel-Haus Halle Musikalien- und Büchersammlung [X 67 -T (angeb.)]

Faramondo, an opera

Faramondo, an opera, Abbildung 1 (Stiftung Händel-Haus Halle CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Stiftung Händel-Haus Halle (CC BY-NC-SA)
...

Description

Händel, Georg Friedrich: Faramondo an opera as it is Perform’d at the King’s Theatre in the Hay-Market. / Compos’d by Mr: Handel. - [Partitur]. - London : Walsh, [1738]. - [3] Bl., 91 S.
(zusammengebunden mit dem Vorhergehenden)

Smith (1960), S. 25, Nr. 1

Die Oper Faramondo (HWV 39) wurde am 03.01.1738 im King’s Theatre am Haymarket in London unraufgeführt. Der Librettist ist unbekannt; das Textbuch basiert aber auf "Il Faramono" von Apolstolo Zeno.
Faramund ist ein sagenhafter früher Merowingerkönig und einer der Vorfahren Chlodwigs I. Er ist in den Quellen nicht recht greifbar, galt aber zu Händels Lebzeiten noch als reale historische Gestalt.
Die Opernhandlung beinhaltet eine verwickelte Liebesgeschichte: Faramondo hat den Sohn des Kimbernkönigs Gustavo getötet. Dieser will demjenigen seine Tochter Rosimonda zur Frau geben, der Faramondo tötet. Allerdings verlieben sich Rosimonda und Faramondo ineinander. Gleichzeitig verlieben sich Clotilde, Faramondos Schwester und Adolfo, Gustavos zweiter Sohn, obwohl Gustavo selber ebenfalls Clotilde heiraten will. Rosimonda rettet Faramondo das Leben und befreit ihn aus der Gefangenschaft, in die er zwischenzeitlich geraten war. Gustavo erpresst Faramondo, indem er damit droht, Clotilde, Adolfo und Rosimona zu töten. Allerdings gerät Gustavo selbst durch eine Intrige in Gefangenschaft, aus der ihn Faramondo errettet. Es kommt zu einer Versöhnung. Faramondo und Rosimonda sowie Clotilde und Adolfo können heiraten.
Die Partitur erschien wie üblich im Londoner Musikverlag von John Walsh (1709-1766), der den Band etwa einen Monat nach der Uraufführung herausbrachte. Am Beginn der Arien ist jeweils der Sänger oder die Sängerin aus der Uraufführung genannt (Antonio Montagnana, die Sängerin Francesina, Margherita Chimenti, Maria Antonia Marchesini = "Sig.ra Luchesina", der Kastrat Caffarelli, Antonia Merighi, Antonio Lottini).
Die nach dem "Table of Songs" eingefügte Subskribentenliste führt 75 Namen für 87 Exemplare auf. Unter den Subskribenten befinden sich z. B. der Librettist des "Messiah" Charles Jennens (ca. 1700-1773; hier fälschlich "Jennings" genannt), der Londoner Musikalienhändler John Simpson (?-ca. 1749) , der gleich 10 Exemplare bestellte, wohl um sie in seinem Geschäft weiterzuverkaufen, aber auch Prinzessin Mary (1723-1772), die Tochter König Georges II., die von Händel Musikunterricht erhalten haben soll.
Das Exemplar des Händel-Hauses ist mit der Ausgabe der Oper Berenice zusammengebunden (siehe dort). Es handelt es sich um den ersten Druck der Erstausgabe. Auf S. 58 ist "Sigra. Francesina" fälschlich als Sängerin der Arie "Sol la brama di vendetta" angegeben. In den folgenden Drucken ist dieser Fehler korrigiert. Der handschriftliche Eintrag vor dem ersten System weist auf diese Unstimmigkeit hin.
Auch an zahlreichen anderen Stellen enthält der Band Marginalien in schwarzer Tinte, möglicherweise von der Hand des Händel-Forschers Friedrich Chrysander (1826-1901), obwohl er nicht innerhalb seines Nachlasses überliefert ist. Die Einträge am Beginn jeder Arie geben eine Zusammenfassung des Inhaltes; der Eintrag auf der Rückseite des "Table of Songs" enthält Angaben aus dem gedruckten Libretto sowie eine kurze Zusammenfassung der gesamten Handlung.

Measurements

H 32 cm, B 22 cm

Created ...
... Who:
... When
... Where
Written ...
... Who:
... When
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Literature

Keywords

Created Created
1738
Written Written
1737
1736 1740

Object from: Stiftung Händel-Haus Halle

1937 erwarb die Stadt Halle das in der Großen Nikolaistraße gelegene Geburtshaus des berühmten Komponisten Georg Friedrich Händel und eröffnete ...

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