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Museum Schloss Bernburg Paläontologische Sammlung [o. Inv.]

Saiga-Antilope

Schädelfragment einer Saiga-Antilope (Museum Schloss Bernburg CC BY-NC-SA)
Herkunft/Rechte: Museum Schloss Bernburg / R. Wiermann (CC BY-NC-SA)

Beschreibung

Schädelfragment einer Saiga-Antilope. Fundort und Herkunft unbekannt.
Die Saiga (Saiga tatarica) ist eine in den eurasischen Steppen verbreitete Huftierart, die vor allem durch ihre rüsselartige Nase auffällt. Man unterscheidet herkömmlich zwei Unterarten, die westliche Unterart (Saiga tatarica tatarica) und die Mongolische Saiga (Saiga tatarica mongolica).
Nachdem die Saigaantilopen in den 1920er Jahren beinahe ausgestorben waren, hatten sich die Bestände der westlichen Unterart zwischenzeitlich enorm vermehrt und zählten in den 1950er Jahren wieder zwei Millionen Tiere. Neuerdings sind die Populationen durch Jagd und Wilderei abermals stark geschrumpft. Saigas gelten heute wieder als stark gefährdet und kommen fast nur noch in Russland, Kasachstan und der Mongolei vor. Die Mongolische Saiga kommt nur in der westlichen Mongolei vor. Alle anderen Vorkommen gehören der westlichen Saiga-Unterart an.
Die Saiga war ein Charaktertier der letzten Eiszeit. Im Pleistozän war sie in den Kältesteppen Europas und Asiens weit verbreitet und hatte sogar die Landbrücke über die heutige Beringstraße überschritten und sich in Alaska und im nordwestlichen Kanada angesiedelt. Im Westen Europas erreichte sie während der Kaltzeiten sogar die Britischen Inseln. Am Ende der Eiszeit schrumpfte das Verbreitungsgebiet wegen der sich ausbreitenden Bewaldung. Aus Mitteleuropa verschwand die Saiga schon in vorgeschichtlicher Zeit. In geschichtlicher Zeit erstreckte sich das Verbreitungsgebiet immerhin noch von den an die Karpaten angrenzenden Ebenen bis zu den Ausläufern des Altaigebirges, in die Dsungarei und die westliche Mongolei. Die Saiga bewohnte nahezu den gesamten europäischen und große Teile des asiatischen Steppen- und Waldsteppengürtels.

Material/Technik

Knochen

Maße

Max. H. 15,7 cm; max. B 14,3 cm

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Museum Schloss Bernburg

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