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GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung Porträtgrafiksammlung Augustin [PA3_10-028]

Doppelbildnis der Luttrud von Orlamünde und des Elger II. von Ilfeld-Hohnstein

Doppelbildnis des Johann Elgeru und der Luitgard von Falkenstein (Gleimhaus Halberstadt CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Gleimhaus Halberstadt (CC BY-NC-SA)

Description

Elger II. war der Sohn des Grafen Elger I. von Ilefeld. Seine Gemahlin war die Tochter des Grafen Hesiconis von Orlamünde. Beide stifteten 1189 das Kloster Ilfeld, wie von den Eltern Elgers bereits vorgesehen. Aus "Vollständige Beschreibung des uralten und weitberühmten Hochgräfl. Geschlechts der Herren Reichsgraf- und Burggrafen von Kirchberg in Thüringen ..." von H. F. Avemann (Franckfurt/M. 1747, S. 110 f.) zu erfahren, dass das Grafenpaar das „schöne Kloster Ilefeld zu stand brachte, und mit reichen Einkünfften beschenckte, wie die alte Schrifft in der Closter-Kirche daselbst dieses bekräftigt (b), alwo stehet:
Anno Domini MCXC. fundata est Ecclesia Ilefeldensis B. Mariae.
Eyligerus Comes de Hohnstein Fundator Ilefeldensis.
Lutradis de Orlamunda, Dna. de Hohnstein.
Und auf ihren Grabsteinen (**) lieset man:
Elgerus Fundator, Lutrudis Fundatorix, anno Domini MCXC. Ruhmes genug, daß gleichwol die fromme Bertradis eine Urheberin des Stiftes Ilefeld geworden, und ihren lieben Sohn Eiliger dahin vermocht, daß er zur Ehre Gottes dieses Closter Praemonstratenser Ordens (c) gebauet, auch überdis die erste Stamm-Großmutter der weyland wohl begüterten, vormehmen und streitbaren Grafen von Hohnstein ist.

Ihr Sohn Eiliger kam anno 1193 mit seiner Gemahlin Luttrud nach Kirchberg, woselbst sie beyde der Kirche viel gutes thaten; und eben diesem Graf Eiliger hat auch Kayser Friderich Barbarossa (oder wie andere accurater sezen Henrich VI.) zu Erfurt ein schön Privilegium gegeben, quod autem non vidi, daß ich mich mit Hackio (d) dieser Worte bediene."

(zz) in der Thür. Chron. cap. 22. p. 254
(a) Chron. mont. feren. ad. ann. 1180
(b) Eckstorm, Chron. Walckenr. pag 18. cons & Lucae Grafen-Saal P.I.
p.278, seq.
(**) so redet Hackius, wiewohl unrecht: Denn, weil er selbst erzehlet, daß sie beyde noch anno 1193 gelebet, wie wir bald hören werden, so folget, daß er dis Ehrengedächtnis, die Jahrzahl der Stifftung anzeigend, aus Überreilung [? unleserlich] Grabsteine genennet. Cons.
Hn. Leuckfelds Ant. Ilefeld. p. 8 woselbst auch vor dem Titelblat dieser Antiqq. sothanes Ehrengedächtnüs im Kupferstich zu sehen.
(c) Chron. Riddagsh. ap. Maiborn Tom. III. Rer. Germ. pag. 348. seq.
(d) in Paulini Synt. p. 334"

Genau besehen handelt es sich bei der von Avemann 1747 genannten und in der vorliegenden Grafik abgebildeten Reliefplatte nicht um eine Grabplatte, sondern um eine Darstellung aus Anlass der Stiftung, also um eine Stifterdarstellung.
Von der selben Druckplatte wurde die Illustration zu Joh. Georg. Leuckfelds "Antiqvitates Ilfeldenses" (Quedlinburg 1709), S. 8 gedruckt.

Material / Technique

Kupferstich

Measurements ...

202 x 163 mm (Blatt)

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Ilfeld
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Kloster Ilfeld
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[Last update: 2018/02/02]

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