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Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Museum Schloss Neuenburg Glas [MSN-V 7112 B]

Logenglas mit Freimaurersymbolen

Logenglas mit Freimaurersymbolen (Kulturstiftung Sachsen-Anhalt CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt / PUNCTUM/Bertram Kober (CC BY-NC-SA)

Description

Das Logenglas aus Kristallglas hat einen massiven Fuß, einen kurzen Schaft mit Nodus sowie eine glockenförmige Kuppa. Fußrand, Nodus und die untere Kuppawandung sind mit einem umlaufenden Band im Steinelschliff verziert. Auffällig sind die auf die Kuppawandung eingeschnittenen, vielfältigen Freimaurersymbole. So sind in einer Szene gekreuzte Schlüssel als Symbol der Verschwiegenheit und gekreuzte Schwerter als Symbol der Gerechtigkeit, der Ritterlichkeit und Wachsamkeit dargestellt. Darunter befinden sich Winkelmaß, Zirkel, Hammer, Kelle, Bleiwaage und Reißbrett als Zeichen der Ordnung und Gerechtigkeit. In einer Kapelle ist ein Sarg mit Totengebeinen und einem Totenschädel als Symbol der Vergänglichkeit und Wiedergeburt zu sehen. Der Meisterstuhl auf drei Treppenstufen steht einerseits für die drei Grade der Johannismaurerei, ist aber andererseits auch Symbol für Mäßigkeit, Gerechtigkeit und Wohlwollen. Weiterhin ist der Tempel Salomons auf die Wandung eingeschnitten. Die beiden Säulen Jachin und Boas am Tor des Eingangs des Tempels repräsentieren die Grundpfeiler der Humanität. Winkelmaß und Zirkel, darüber Sonne und Mond mit sieben Sternen, sind ebenfalls typische Freimaurersymbole. Zu sehen ist auch eine Pyramide mit achtzackigem Stern und zwei Dreiecken. In einem Dreieck befindet sich das Auge Gottes als Hauptsymbol der Freimaurerei. Daneben ist ein Bogen mit dem Meisterwort "Jehowa", das Gott bedeutet, dargestellt.

Logengläser sind ein besonderer Glastyp des Klassizismus und des Biedermeiers. In der Regel sind sie mit Symbolen der Freimaurer sowie mit Inschriften verziert. Ihr massiver Fuß hängt mit den Trinksitten der Loge zusammen. Es war üblich, das Glas nach einem Trinkspruch recht kräftig aufzusetzen.

Material/Technique

Kristallglas, geschliffen (Steinelschliff, Facettenschliff), geschnitten

Measurements

12,7 cm hoch, 5,9 cm unterer Durchmesser, 7,5 cm oberer Durchmesser

Created ...
... When
... Where

Relation to places

Literature

Keywords

Ongoing exhibitions

  • DescriptionSchenkungen sind die Erwerbsmethode schlechthin, wenn es für ein Museum darum geht, die eigenen Sammlungen zu ergänzen und zu erweitern. Dabei ist eine Schenkung aus privatem Eigentum meist ein ganz besonderer emotionaler Vorgang, denn der Schenkende trennt sich ohne finanzielle Gegenleistung von zum Teil sehr persönlichen und geschätzten Erinnerungs- oder Wertgegenständen. Die Motivation für eine Schenkung ist vielschichtig: der Schenker misst dem Objekt einen besonderen Wert bei, er hat eine besondere Beziehung zu dem Museum, die private Sammlung soll verkleinert werden… All diese Gründe eint jedoch der Wunsch, dass der Schenkungsgegenstand vor der Vernichtung bewahrt und für spätere Generationen erhalten sowie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Wichtige Schenkungen bildeten bereits 1935 den Grundstock der ersten Sammlung im Museum Schloss Neuenburg. In 84 Jahren Museumsgeschichte ist der Bestand inzwischen auf mehr als 50.000 Objekte angewachsen, von denen rund 75 Prozent Schenkungen sind. Dahinter stehen die Schenker: Wissenschaftler, Unternehmer, Landwirte, Lehrer und Handwerker. Ihre immense Schenkungsbereitschaft zeigt das große bürgerschaftliche Engagement, durch welches die Sammlung eine so üppige Vielfalt erlangen konnte. Die Ausstellung „beschenkt. geschätzt. bewahrt.“ zeigt ausgewählt aus einer Vielzahl von Objekten kostbare, einzigartige und skurrile Schenkungen aus über 80 Jahren Museumsgeschichte. Neben dem ersten Teil der Präsentation hier im Gewölbekeller, erwarten Sie weitere und besonders fragile Musealien im Kabinett-Ausstellungsraum des Weinmuseums. Anschließend laden wir Sie dazu ein, auf Spurensuche zu gehen und in der Neuenburg selbst die Schenkungen zu entdecken, die unsere Dauerausstellungen seit vielen Jahren bereichern.
    From
    Until

Object from: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Museum Schloss Neuenburg

Im Jahre 1935 wurde unter Leitung des Freyburgers und ehemaligen Marineoffiziers Otto Krauschwitz in einigen Räumen des Schlosses Neuenburg ein ...

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