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GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung Handschriftensammlung [Hs A 6559 Karsch 36]

Brief der Anna Louisa Karsch an Gleim, 1. Juli 1761 (Der tränenreiche Brief)

Brief der Anna Louisa Karsch an Gleim, 1. Juli 1761 (Der tränenreiche Brief) (Gleimhaus CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Gleimhaus / Gleimhaus (CC BY-NC-SA)

Description

"[du iezt niederfallende Trähne, du gehe hinn und sag Ihm daß ich den ganzen Wehrt Seiner Freundschafft fühle, zürnen Sie nicht mein Vortrefflicher freund daß ich Ihm diese Trähne nachkomen laße, es sind Kinder meiner Liebe die mein Herz untterdrüken muste [...]" Anna Louisa Karsch spricht in Ihrem Brief nach dem Abschied von Gleim mit Tränen wie sie auf dem vorherigen Blatt zum Ausdruck der Unaussprechlichkeit das untere Viertel leer gelassen hatte. Dieser Poetik der Träne und der Leere bedient sie sich im Taumel der Empfindungen, die von ihr seit der persönlichen Bekanntschaft mit Gleim in Berlin einige Tage zuvor Besitz ergriffen haben. Ihr "nachwallendes Herz" schickte dem Dichter Briefe nach Halberstadt hinterher, in denen sie um seine Liebe warb und sich schließlich auf eine Freundschaft einließ. Hieraus entstand eine der wichtigsten und längsten (Brief-)Freundschaften Gleims.
Die Schrift spart die Tränen aus, diese müssen also jedenfalls vor dem Text aufgebracht worden sein. Eine chemische Untersuchung steht noch aus.

Material/Technique

Tinte und Tränen auf Papier

Measurements

Doppelblatt, 227 x 183 mm, gefalzt und ein Blatt 215 x 177 mm

Written ...
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Literature

Keywords

Written
Berlin
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Received
Halberstadt
11.04666709899951.895832061768db_images_gestaltung/generalsvg/Event-11.svg0.0611
Map
Written Written
1768
Received Received
1761
1760 1770

Object from: GLEIMHAUS Museum der deutschen Aufklärung

Das Gleimhaus ist eines der ältesten deutschen Literaturmuseen, eingerichtet im Jahr 1862 im ehemaligen Wohnhaus des Dichters und Sammlers Johann ...

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