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Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Museum Schloss Neuenburg Keramik und Porzellan [MSN-V 15410 Aa-e]

Mokkaservice "Madeleine" von Bärbel Thoelke

Mokkaservice (Kulturstiftung Sachsen-Anhalt CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt / Punctum/Bertram Kober (CC BY-NC-SA)

Description

Auf der Abbildung ist das Kernstück eines 15teiligen Mokkaservice zu sehen. Zu dem dünnwandigen Service gehören eine Mokkakanne mit Deckel, fünf Tassen mit sechs Untertellern, eine Zuckerschale und ein Milchkännchen. Es wurde nach einem Entwurf von Bärbel Thoelke aus dem Jahr 1965 im Porzellanwerk Freiberg (Sachsen) von 1970 bis 1972 produziert.

Bärbel Thoelke arbeitete von 1963 bis 1968 als Werkdesignerin im Porzellanwerk Freiberg (Sachsen). Der Schwerpunkt ihrer Arbeiten lag auf Porzellangefäßen und -objekten, die an der klassischen Moderne orientiert sind. Eine ihrer bekanntesten Arbeiten für die Industrie war dieses Mokkaservice mit dem charmanten Namen „Madeleine“. Ihr Entwurf war allerdings schlicht weiß, also ohne jegliche Dekorierung.

Das Service besticht durch die auf die Funktionen reduzierten Formen der einzelnen Teile. So haben beispielsweise Kanne und Tasse gut greifbare, schlanke Henkel, damit man sich nicht an der heißen Flüssigkeit verbrüht. Die Milchkanne und die Zuckerschale hingegen erfordern keinen Henkel und können direkt am zylindrisch-konisch geformten Gefäßkorpus angegriffen werden.

Im Porzellanwerk Freiberg (Sachsen) wurde das Mokkaservice mit der Form "Madeleine" mit verschiedenen Dekoren, wie z.B. "Roter Mingdrache" produziert. Auf der Abbildung ist eine für die 1970er Jahre typische Farbgestaltung zu sehen. Die Füße und Ränder sind mit einem aus schwarzen und roten Dreiecken gebildetem Ornamentband verziert.

Das geometrische Dekor ist im sogenannten Umdruckverfahren entstanden. Dabei wurden Bilder, die mit Schmelzfarben auf geleimtes Papier gedruckt wurden, auf das glasierte Porzellan geschoben und anschließend eingebrannt.

(Marlene Thimann)

Material/Technique

Weißes Porzellan, glasiert, geometrisches Umdruckdekor (Schiebebild), gebrannt

Measurements

Kanne H 22 cm, B 19,5 cm; Tasse H 6,3 cm, B 7,8 cm; Unterteller H 7,3 cm, Dm 11,4 cm; Zuckerschale H 5 cm, Dm 7,8 cm; Kännchen H 9,5 cm, Dm 5,5 cm

Created ...
... Who: Zur Personenseite: VEB Freiberger Porzellan
... When
... Where More about the place
Form designed ...
... Who: Zur Personenseite: Bärbel Thoelke (1938-)
... When

Keywords

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Ongoing exhibitions

  • DescriptionSchenkungen sind die Erwerbsmethode schlechthin, wenn es für ein Museum darum geht, die eigenen Sammlungen zu ergänzen und zu erweitern. Dabei ist eine Schenkung aus privatem Eigentum meist ein ganz besonderer emotionaler Vorgang, denn der Schenkende trennt sich ohne finanzielle Gegenleistung von zum Teil sehr persönlichen und geschätzten Erinnerungs- oder Wertgegenständen. Die Motivation für eine Schenkung ist vielschichtig: der Schenker misst dem Objekt einen besonderen Wert bei, er hat eine besondere Beziehung zu dem Museum, die private Sammlung soll verkleinert werden… All diese Gründe eint jedoch der Wunsch, dass der Schenkungsgegenstand vor der Vernichtung bewahrt und für spätere Generationen erhalten sowie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Wichtige Schenkungen bildeten bereits 1935 den Grundstock der ersten Sammlung im Museum Schloss Neuenburg. In 84 Jahren Museumsgeschichte ist der Bestand inzwischen auf mehr als 50.000 Objekte angewachsen, von denen rund 75 Prozent Schenkungen sind. Dahinter stehen die Schenker: Wissenschaftler, Unternehmer, Landwirte, Lehrer und Handwerker. Ihre immense Schenkungsbereitschaft zeigt das große bürgerschaftliche Engagement, durch welches die Sammlung eine so üppige Vielfalt erlangen konnte. Die Ausstellung „beschenkt. geschätzt. bewahrt.“ zeigt ausgewählt aus einer Vielzahl von Objekten kostbare, einzigartige und skurrile Schenkungen aus über 80 Jahren Museumsgeschichte. Neben dem ersten Teil der Präsentation hier im Gewölbekeller, erwarten Sie weitere und besonders fragile Musealien im Kabinett-Ausstellungsraum des Weinmuseums. Anschließend laden wir Sie dazu ein, auf Spurensuche zu gehen und in der Neuenburg selbst die Schenkungen zu entdecken, die unsere Dauerausstellungen seit vielen Jahren bereichern.
    From
    Until
Created Created
1970 - 1972
Form designed Form designed
1965
1964 1974
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Museum Schloss Neuenburg

Object from: Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Museum Schloss Neuenburg

Im Jahre 1935 wurde unter Leitung des Freyburgers und ehemaligen Marineoffiziers Otto Krauschwitz in einigen Räumen des Schlosses Neuenburg ein...

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