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Industrie- und Filmmuseum Wolfen Voigtländer-Bessa

Voigtländer-Bessa

Die erste Voigtländer-Kamera mit dem Namen "Bessa" erscheint am 1. April 1929. Diese Voigtländer-Bessa ist eine 6x9-Klappkamera mit dem Objektiv "Anastigmat 1:7,7" und der Dreipunkteinstellung am Objektiv "Porträt-Gruppe-Landschaft". Mit einem Preis von 36,- Mark war sie in der damaligen Zeit sehr preiswert. Zu dieser Modellserie zählt nicht die Springkamera "Bessa".
Die Bessa-Rollfilmkamera-Modelle waren eine sehr erfolgreiche Serie von Voigtländer-Kameras. Die Konstruktion hinsichtlich des Auf- und Zuklappens der Kamera verbesserte sich gegenüber der alten Rollfilmkamera. Dieses Klappen war wesentlich schneller und einfacher. Die "Bessa" hat eine sich selbst aufrichtende Standarte. Beim Aufklappen dient der ehemalige Laufboden nur noch als Deckel. Die Standarte richtet sich ohne besondere Handgriffe auf und faltet sich beim Zuklappen wieder ein.
Dieser Bedienvorteil der Bessa-Kameras hatte gegenüber den Rollfilmkameras aber den Nachteil, dass die Laufbodenführung wegfiel. Dies führte zur Verkürzung der Gesamtverstellung des Objektivs, wodurch sich die Bildqualität für den Nahbereich verschlechterte. Die ersten Bessa-Modelle hatten nur eine Frontlinseneinstellung für die Entfernung. Mit dem Entfernungsmesser ab 1936 konnte auch die Einstellung für den Nahbereich verbessert werden.
Ab 1935 führte die Firma Voigtländer für die neuen Bessa-Modelle einen neuen Bodenauslöser statt des alten Drahtauslösers ein. Dieser Auslöser steigerte die "Schussbereitschaft" und die "Sicherheit".
Nach und nach wurden weitere Neuheiten entwickelt und für neue Kameramodelle genutzt. Z.B. ein sich automatsch öffnender optischer Sucher mit einschwenkbarer Maske, eine Metallmaske zur Formatanzeige, um Doppelbelichtung und Nichtausnutzung des Films zu vermeiden.
Zwischen 1929 und 1956 stellte die Firma "Voigtländer" sehr viele Bessa-Modelle her. Zu den ersten Modellen gehörten "Bessa mit Voigtar 9", "Bessa 6x9", "Bessa 6,5x11", "Bessa Zweiformat" und "Bessa 6x9 Einformat" (mit optischen Sucher). Zu der Bessa-Serie mit Entfernungsmesser gehörten "Bessa E", "Bessa I", "Bessa II", "Bessa II Zweiformat", Bessa-Prototyp 6x9 (Finessa).
Die Bessa-Modelle für kleinere Formate wurden ab 1938 entwickelt (siehe auch Voigtländer Klein-Bessa).

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