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Johann-Friedrich-Danneil-Museum Salzwedel Zwei bemalte Eichenholztafeln mit Epiphanie und Heimsuchung (?) sowie nachmittelalterlicher Bemalung auf der Rückseite

Zwei bemalte Eichenholztafeln mit Epiphanie und Heimsuchung (?) sowie nachmittelalterlicher Bemalung auf der Rückseite

Die beiden, ursprünglich zusammengehörenden Tafeln sind beidseitig bemalt. Sie zeigen auf der einen Seite die mittelalterlichen Motive der Heimsuchung (?) und der Anbetung der Heiligen Drei Könige und auf der Rückseite eine weitere, jüngere Malerei einer männlichen Gestalt.

Die Malerei der Vorderseite ist sehr fragmentarisch. Offensichtlich wurde hier eine spätere Übermalung in jüngerer Zeit entfernt und dabei die Malschicht teilweise verletzt bzw. mit der Deckfarbe abgetragen.
Die eigentliche mittelalterliche Malschicht ist fein und von sehr guter Qualität, dabei sehr dünn mit kaum wahrnehmbarer Grundierungsschicht. Sie wirkt im Duktus und ihn der Farbwahl süddeutsch beeinflusst, man denkt an Werke der Donauschule. Aufgrund des Materials – Eichenholz – ist aber eine norddeutsche Provenienz nicht auszuschließen.

Bei der Malerei auf der Rückseite handelt es sich um einen schnurrbärtigen Mann (ein Türke?) mit blauem Rock, weißem Untergewand und hellroter Schärpe, welcher einen Feldherrenstab in der Hand hält.
Die Malschicht ist sehr dünn, die Holzmaserung ist deutlich sichtbar. Die Farbe ist besonders an den Füßen sehr pastos, teilweise grob, aufgetragen. Die Malerei stammt vermutlich aus dem späten 17. oder frühen 18. Jh. und zeugt von der nachmittelalterlichen Weiterverwendung der Tafel.

[ 2 Objects ]

Tafelfragment Epiphanie

Dieses Eichenholztafelfragment zeigt in Temperamalerei auf der Vorderseite die Epiphanie (Anbetung der Hl. Drei Könige) und auf der Rückseite das Fußteil einer menschlichen Gestalt.
Die flache Holztafel ist mehrfach beschnitten und gehörte ursprünglich mit einer weiteren Tafel (VI-91-88 b) zusammen, auf welcher sich die Bemalung der Rückseite fortsetzt.

Das Bild der Epiphanie weist zahlreiche Fehlstellen auf, besonders im rechten Bereich der Tafel. Auf dieser Seite sitzt Maria mit dem Jesuskind, von links nähern sich die Könige, der älteste ist niedergekniet und reicht Jesus ein kugelförmiges Gefäß. Seinen Kronenhut hat er vor sich auf den Boden gestellt. Hinter ihm steht ein bartloser weißer König mit kelchförmigem Gefäß, dahinter der schwarze, auffällig modisch gekleidete König mit geschwungenem Kelch. Im Hintergrund befindet sich eine Ruinenarchitektur, dahinter öffnet sich eine Landschaft unter blauem Himmel.

Bei der Malerei auf der Rückseite handelt es sich um einen schnurrbärtigen Mann (ein Türke?) mit blauem Rock, weißem Untergewand und hellroter Schärpe, welcher einen Feldherrenstab in der Hand hält.

Tafelfragment "Mariä Heimsuchung"

Dieses Eichenholztafelfragment zeigt in Temperamalerei auf der Vorderseite die Heimsuchung und auf der Rückseite das Brustbild eines uniformierten Mannes.
Die flache Holztafel ist mehrfach beschnitten und gehörte ursprünglich mit einer weiteren Tafel (VI-91-88 a) zusammen, auf welcher sich die Bemalung der Rückseite fortsetzt.

Sehr fragmentarisch erhalten und kaum noch erkennbar ist die Darstellung der Heimsuchung auf der Vorderseite (links eine rot und rechts eine weiß gekleidete Gestalt - Maria und Elisabet). Der obere Bereich, wo sich ehemals die Köpfe befunden haben müssen, fehlt. Beide Frauen reichen sich die Hände, die linke Gestalt legt der rechten die linke Hand auf die Schulter. Hinter der linken Gestalt – Maria – sind die Hände einer weiteren Person zu sehen.

Bei der Malerei auf der Rückseite handelt es sich um einen schnurrbärtigen Mann (ein Türke?) mit blauem Rock, weißem Untergewand und hellroter Schärpe, welcher einen Feldherrenstab in der Hand hält.